Zusammenlegung von Burg – und Heideschule
Schülerzahlen gehen – nur noch 17 Kinder in der Eingangsklasse der Oberadener Hauptschule – Diese soll zur Dendance werden
Bergkamen:
Es gibt nur eine Alternative, um die Burgschule weiter zu erhalten. Eine Zusammenlegung von Burg – und Heide Hauptschule. Der Schulausschuss wird in der Sitzung am 23. Februar dieses Möglichkeit beraten.
Der Hintergrund: Immer weniger Kinder gehen überhaupt zur Schule – die demographische Entwicklung wird deutlich sichtbar. So waren es im Oktober 2005 nur noch 17 Schülerinnen und Schüler, die in die Eingangsklasse der Burgschule aufgenommen wurden. Was heißt: Es konnte nur noch eine Klasse gebildet werden. Und genau das kann der Schule den Todesstoß versetzen, ist es doch nach neuem Schulgesetz des Landes NRW in den Hauptschulen ( und auch nur dort) erforderlich, zwei Parallelklassen pro Jahrgang zu bilden. „Und das ist auch für zukünftige Klassen zu erwarten“, klärt Schuldezernent Horst Mecklenbrauck auf. So sich denn, was aber nicht zu erwarten ist, das Wahlverhalten der Eltern nicht ändert. „ Es steht zu erwarten, dass auch in den nächsten Jahren keine Parallelklasse gebildet werden kann.“ Die Lösung wäre eine Zusammenlegung beider Schulen, also auch der Erhalt bei der Lehranstalten. Die Burgschule würde dann, so der Schulausschuss und der Ratzustimmen, zur Dependance der Heideschule. In der Heideschule sieht die Situation auch nur wenig besser aus. 41 Schülerinnen und Schüler wurden dort im vergangenen Jahr aufgenommen, drunter sieben Kinder, die zieldifferent in der Integrationsklasse unterrichtet werden. So konnten dort zwei Klassen gebildet werden. Doch zu erwarten ist, dass die Schülerzahlen in den kommenden Jahren zwischen 30 und 35 liegen dürfte. Nur „haarscharf“ würde die Bildung einer Parallelklasse ermöglicht. „Vor diesem Hintergrund hat uns die Bezirksregierung Arnsberg am 15.Dezember aufgefordert, bis zum 15.März einen Schulentwicklungsplan für die Hauptschulen vorzulegen2, erklärt Horst Mecklenbrauck die anstehende Abstimmung durch das politische Gremium. Letztlich könne dem Schulträger dann die Zusammenlegung der beiden Schulen vorgelegt werden. Und: Beide Schulen haben sich laut Auskunft des Dezernenten in der vergangenen Woche bei den Schulkonferenzen dafür ausgesprochen Ganztagsschule werden zu wollen. Und auch diesem Wunsch soll die Politik entsprechen, so dass die Anträge für eine Einrichtung als Ganztagsschule an der Heideschule und der Burgschule zum Schuljahresbeginn 2007 gestellt werden können. „Wir wollen beide Schulen erhalten, um eine wohnortnahe Versorgung sicherzustellen“, erklärt Mecklenbrauck. Ungewöhnlich sie so eine Zusammenlegung nicht, wies der Dezernent auf die Partnerschaft von Sunderschule und Burgschule in den 80er Jahren hin. „So etwas ist heute wieder möglich.“Wie der Unterricht dann abläuft, in welcher Schule wer unterrichtet wird, das müssen dann die Schulleitungen klären. Dann wird auch zu klären sein, ob es weiterhin nur einen Schulleiter für beide Schulen geben wird, oder ein zweiter eingestelltwird. Zurzeit ist Rüdiger Weiß, ehemaliger Konrektor der Heideschule und derzeitiger Schulleiter der Burgschule als Schulleiter beider Lehranstalten kommissarisch von der Schulaufsicht berufen worden.