www.Freiherr-vom-Stein-RS.de - Eine Realschule in Bergkamen (NRW)

Schulfrei am Sprechtag

Gesamtschule sah keinen Grund für eine Änderung der Gepflogenheiten

Bergkamen: Der Rundbrief der NRW – Schulministerin Barbara Sommer war nicht misszuverstehen: Durch Elternsprechtage sollte kein Unterricht ausfallen. Und wer der Interpretation bedurfte, konnte sich bei den zuständigen Schuldezernat Interpretationshilfe holen. Die war dann klarer: Elternsprechtag außerhalb des Kern-Unterrichtsbereich. Daran hielten sich die Bergkamener Schulen – bis auf die Gesamtschule. Dort fand am Mittwoch der Elternsprechtag statt – von 9 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr. Also im Kern-Unterrichtsbereich. Was nicht nur unter den Lehrern Verwunderung – und Diskussion auslöste. Sondern auch beim Leiter der Willy-Brandt-Gesamtschule, Manfred Jaeger. Denn, so Jaeger, er habe seine Kollegen durchaus darüber informiert gehabt, dass die Gesamtschule den Elternsprechtag wie gehabt durchführe. Die Entscheidung darüber habe die Schulkonferenz getroffen – „und da gibt es nichts zu diskutieren!“ Denn, so Jaeger: „ Es gibt keinen Erlass, es gibt keinen Rundbrief, es gibt gar nichts von der Schulministerin!“ Denn mit der habe er – auch über dieses Thema – zweimal gesprochen – im September und im November. Sie habe ihm gegenüber erklärt, dass bis zur Stunde „nichts geregelt“ sei, dass sie es aber für sinnvoll erachte, hier zu einer Regelung zu kommen – und dass die für die Ganztagsschulen eben anders aussehen müsse als für jene Schulen mit Vormittagsunterricht. Auch die Elternschaft, so Jaeger, sei „völlig mit unserer Regelung“ einverstanden. Denn viele seien Schichtarbeiter – und wünschten einen Sprechtag auch in den Vormittagsstunden. Und was den „freien Tag“ der Schüler beträfe: Sie hätten einen „Studientag“ gehabt mit Aufgaben, die zu Hause gelöst werden mussten.