www.Freiherr-vom-Stein-RS.de - Eine Realschule in Bergkamen (NRW)

Robin ist im Lesen spitze

Die Mühe hat sich gelohnt: Sieger im Vorlesewettbewerb stehen fest

Bergkamen: Der Puls steigt langsam, Anspannung befällt den Körper Robin Reh ist nervös. Vielleicht genauso nervös wie die zwei Charaktere in Agatha Christies Roman „Zwei kleine Negerlein“, die allein auf einer einsamen Insel mit acht Leichen verblieben sind. Doch immerhin muss der Zwölfjährige nicht um sein Leben bangen, wie eben jene beiden Figuren. Für ihn geht es um den Stadtmeistertitel im Vorlesen. Eine ideale Ergänzung zu seinem zweiten Platz, den er bei der Kreisauswahl in Unna gewonnen hat. Dass er auch in Bergkamen ganz vorn mit dabei ist, überraschte wohl niemanden. Auch den Krimifan selbst nicht: „Ich glaube schon, dass ich unter den ersten dreien landen kann“, schätze er seine Leistungen gut ein. Zu Recht, denn mit viel Einfühlsamkeit hauchte er den Figuren Leben ein und zauberte für drei Minuten gebannte Spannung in den Raum. Eine Leistung für die der Gymnasiast am Ende mit einem Buchgutschein über 50 Euro belohnt wurde. Zusätzlich dazu gab es noch einen Gutschein für einen frei wählbaren Kurs an der Jugendkunstschule. Doch nicht nur Robin überzeugte die die Jury, bestehend aus Gisela Münter, Inhaberin der Buchhandlung am Nordberg, Schriftsteller Raimon Weber, Lehrerin Ute Langewellpott und Jutta Koch, Mitarbeiterin der Bibliothek, hatte es wahrlich schwer. Schließlich hatten sich alle Leseratten hervorragend vorbereitet. Da war es nicht leicht anhand der Kriterien Textgestaltung, Textverständnis und Lesetechnik eine Reihenfolge festzulegen. „Ich habe über zehnmal vor meinen Eltern gelesen“, erinnert sich die Realschülerin Chantal Gerhard (12), die sich am Ende nur dem Robin Reh und Jan Gloger geschlagen geben musste. Sie las aus dem Buch „Das Vamperl“ von Renate Welsh vor. Enttäuscht darüber, nicht gewonnen zu haben ist sie nicht: „Es zählt, dabei zu sein.“ Sie hielt am Ende einen Gutschein über 20 Euro in den Händen, zusammen mit einem Gutschein für die Jugendkunstschule. Der zweitplazierte Jan Gloger durfte sich über einen Gutschein im Wert von 30 Euro und den Gutschein der Jugendkunstschule freuen. Zudem gab es für jeden der zehn Teilnehmer ein von Gisela Münter gestiftetes Buch und einen Zehn-Euro Gutschein. Doch trotz seiner Freude über den Sieg: Seinen Titel verteidigen wird Robin nicht, das steht fest. Denn dieser vom Kulturreferat und vom Amt für Schulverwaltung, Weiterbildung und Sport ausgeschriebene Wettbewerb richtet sich nur an die Jahrgangsstufe sechs. Trotzdem freut die Leseratte sich mächtig: „Toll, da hat sich die Anspannung gelohnt.