www.Freiherr-vom-Stein-RS.de - Eine Realschule in Bergkamen (NRW)

Besuch vom ehemaligen Ministerpräsident Steinbrück

Im November 2002 fuhren die Klasse 10a und 10b der Freiherr-vom-Stein-Realschule mit dem Zug nach Düsseldorf. Ziel war der Landtag und die Teilnahme an einer Plenarsitzung. Bei der Gelegenheit trafen wir uns mit Herrn Steinbrück, dem jetzigen Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen. In der Cafeteria unterhielten wir uns mit ihm über seinen Job. Das Gespräch mit Herrn Steinbrück konnten wir am 25.02.2003 fortsetzen, als er unserer Schule einen Besuch abstattete und uns dabei eine Politikstunde lang Rede und Antwort stand. Doch was wir nicht erwarteten: Um diese zwei Stunden wurde ein richtiger Rummel gemacht. Eine Stunde vorher wurde ein Sprengstoffhund zur Vorsichtsmaßnahme vor Terroranschlägen in die Klassen gelassen.
Dies wurde gemacht, weil derzeit mehrere Terroranschläge im Umkreis waren. Aber als wir hörten, dass die Presse kommt, waren wir völlig überrumpelt. Denn eigentlich sollte Peer Steinbrück uns unterrichten, aber daraus wurde leider nur ein Traum, der wie eine Seifenblase zerplatzte! Um 12 Uhr war es dann so weit. Herr Steinbrück kam mit seinen Bodyguards, aber nicht alleine. Das Spektakel ging los. Neben der Nachrichtenagentur (DDP), der Deutschen Presseagentur (DPA) kamen auch Journalisten/innen folgender Zeitungen: Hellweger Anzeiger, Westfälischer Anzeiger, Bildzeitung und Westfälische Rundschau.
Sogar das Fernsehen war anwesend. Sender wie RTL, SAT.1 und WDR filmten Teile des Interviews. Wir Schüler/Schülerinnen wurden von den Journalisten/innen interviewt und es wurden Fotos gemacht. Zu Beginn übernahm unsere Schulleiterin das Wort und bedankte sich schon einmal im Voraus für die Anwesenheit von Herrn Steinbrück. Dann wurde unsere Schule für einen Tag umbenannt, in die Freiherr-vom- Steinbrück-Realschule. Wir (Klasse 10 a und 10 b) hatten uns schon vorher überlegt, worüber wir mit Herrn Steinbrück reden könnten. Zuerst stellten wir Fragen zu seiner Person, also eher private Dinge.
Er war ganz offen und antwortete uns auf jede Frage. Wir erfuhren, dass er in Hamburg aufwuc hs und verheiratet ist. Er hat zwei Töchter und einen Sohn. Die Politik beansprucht ihn zeitlich sehr, denn sein Arbeitstag geht häufig von 08-23 Uhr. Der Ministerpräsident wohnt mit seiner Familie in Bonn. Da er in Düsseldorf arbeitet, übernachtet er auch ein- bis zweimal pro Woche dort. Natürlich hat er weniger Zeit für seine Familie, als andere Väter, aber wenn er zu Hause ist, steht er seiner Familie 100% ig zur Verfügung. Seine Arbeit schränkt seine Freizeit stark ein. Manchmal hat er Sitzungen in Berlin und jeden Dienstag ist Gremientag. In der Schule war er in Politik immer gut, aber Naturwissenschaften gaben ihn zu denken. Im Monat verdient er zwischen 10.000/11.000 Euro netto. Wir diskutierten über die Legalisierung von Alkohol und über Marihuana. Im Alter von 8/19 Jahren hat er sogar auch mal Marihuana geraucht. Aber nachher fand Herr Steinbrück keinen Gefallen daran. Das Interview war sehr interessant und informativ . Zu den verschiedenen Themenbereichen wurden mehrere Fragen gestellt. Uns inte ressierte zum Beispiel, wie er die Situation in NRW mit der Arbeitslosigkeit sieht oder wie Deutschland zu Schulden in einer Höhe von circa 83 Milliarden Euro kommt. Auch der öffentliche Nahverkehr (Metrorapid von Dortmund-Düsseldorf) war ein wichtiges Gesprächsthema. Das ist schon lange ein Thema in der Politik. Noch ist die Finanzierung nicht gelöst. Der Metrorapid soll rund 3,3 Milliarden Euro kosten. Dann war das Interview zu Ende und unsere Schulleiterin übergab Herrn Steinbrück ein Zertifikat in Politik. Zum Schluss wurden noch Schüler /innen befragt und Fotos geschossen.
Dann näherte sich alles dem Ende! Am Abend saßen dann noch viele vor dem Fernseher um sagen zu können: "Bei diesem Gespräch war ich auch anwesend."